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Übungsbetrieb: Leiterndienst

Geschrieben von: DominikPlapp
Im Rahmen der monatlichen Zugsübung im März fokussierte sich die Feuerwehr Dübendorf – Wangen-Brüttisellen auf den fachgerechten Einsatz von tragbarer Leitern. Ziel der Ausbildung war es, neben den technischen Daten auch die einsatztaktischen Grenzen sowie Möglichkeiten zu vertiefen.
Ein besonderes Augenmerk galt der dreiteiligen Karbon-Schiebeleiter. Mit einer Rettungshöhe von über 12 Metern bietet sie ein erhebliches Leistungsspektrum bei gleichzeitig reduziertem Gewicht. In engen Innenhöfen oder bei unzureichender Bodenbeschaffenheit für schwere Hubrettungsfahrzeuge bildet sie eine flexible und oft unverzichtbare Alternative zur Autodrehleiter (ADL).
Im Kontrast dazu wurde die vierteilige Aluminium-Steckleiter beübt. Ihr taktischer Wert liegt vor allem in der Variabilität: Sie kann ideal eingesetzt werden für Arbeiten in der Tiefe (Schächte, Gruben, etc) oder bei improvisierten Rettungsaktionen wie z.B der Rettung von im Eis eingebrochenen Personen.
Neben dem drillmässigen Aufstellen von Leitern wurde auch die Seilsicherung repetiert. Die korrekte Erstellung eines Fixpunktes sowie die dynamische Sicherung der Personen auf der Leiter sind essentiell, um die Arbeitssicherheit bei exponierten Rettungs- oder Löscheinsätzen zu gewährleisten.
Obwohl die Autodrehleiter oft als primäres Rettungsmittel wahrgenommen wird, stösst sie in dicht bebauten Gebieten oder bei spezifischen Gegebenheiten regelmässig an ihre Grenzen. Die Beherrschung der tragbaren Leitern muss daher eine Kernkompetenz der Feuerwehr bleiben. Nur durch regelmässiges Training der Handgriffe kann eine schnelle und sichere Personenrettung auch dort garantiert werden, wo modernste Technik keine Zufahrt findet.